09 November 2010

Stangen mit Mohn

Gefülltes Hefegebäck (in Stangenform) habe ich schon hier und hier vorgestellt. Und schon wieder gibt es solche „Stangen“. Blaumohn oder auch Schlafmohn genannt (der botanische Name leitet sich aus dem Lateinischen ab: somniferum = Schlaf bringend) wird nicht von jedermann gerne gegessen. Ich wollte eigentlich einen Thüringer Mohnkuchen backen, hatte aber die Zeit nicht mehr - nun musste eine Alternativer her. So kramte ich mein Hefeteig Rezept aus, und begann sofort mit dem Hefeteig. Alles gut und schön, aber Mohnschnecken sollten es nun auch wieder nicht werden. Da vielen mir “meine Stangen“ ein. Schnell den Mohnbrei gemacht (der brauch ja auch etwas zum abkühlen) und schon ging es los, mit den Mohnstangen. Super Sau lecker sind die Mohnstangen geworden, wir hatten echte Probleme uns zu bremsen, beim Futtern. Für Mohnliebhaber (wie wir) ein muss zum probieren.

 

Ich kann euch dieses Gebäck nur empfehlen! Komisch, wenn etwas schnell gehen muss, schmeckt es einfach am besten.

 

Hefeteig

 

600 g Weizenmehl Type 550

30 g Fischhefe

8 g Salz

80 g Zucker

50 g Vollmilchpulver (Optional: Magermilchpulver)

70 g Butter (Zimmertemperatur)

100 g Speisequark

1 Eigelb (mit dem Eiweiß werden die Stangen später bestrichen)

210 g Buttermilch

50 g Wasser

 

Mohnbrei

 

900 ml Milch

180 g Blaumohn, gemahlen

110 g Weichweizengrieß

50 g Butter

120 g Zucker

30 g Vanillezucker

1 Teel. Rum oder Rumaroma

 

Belag / Dekor

 

Hagelzucker

Mandelblättchen

 

Zuckerguss

 

100g Puderzucker

Wasser

Spritzer Zitronensaft

 

 

 

Mohnbrei:

 

Milch in einen Topf geben, den Zucker, Butter, Rum (Rumaroma) dazu geben dann den gemahlenen Mohn reingeben, alles erwärmen.

 

Wenn alles “wallt“ den Weichweizengrieß unter ständigen umrühren in die Milch ein einstreuen und aufkochen lassen (nicht anbrennen), bis der Brei angedickt ist. Dann den Mohnbrei auskühlen lassen.

 

 

Hefeteig:

 

Alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Den Teig 3 Minuten langsam und 3 Minuten schnell kneten. Der Teig muss gut ausgeknetet werden, damit sich die Gluten gut entwickeln können. Den Teig bei Raumtemperatur (optimal 26 °C) 60 Minuten ruhen lassen (Hefeteig mit einer Plastiktüte abdecken).

 

Nach der Ruhezeit den Hefeteig in 4 gleich große Stücke teilen (a 400g). Auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, dann mit dem Nudelholz länglich ausrollen (ca. 1 cm dick).

 

In die Mitte den Mohnbrei geben. Dann Seitlich, nach unten, Längsschnitte schneiden (die Anzahl der Streifen, muss auf beiden Seiten übereinstimmen). Nun von links, nach rechts, abwechselt, die Streifen zu einem Muster legen, bis keine streifen mehr übrig sind.

 

Die Mohnstangen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

 

Anmerkung Kathrin: Ich habe zum Transport der Stangen (auf das Backblech), meinen Brotschieber (mit Grieß bestreuen) verwendet, ging sehr gut.

 

 

Die Teiglinge mit einer Plastiktüte abdecken und 30 Minuten aufgehen lassen, die Teigstücke sollten erheblich ihr Volumen vergrößert haben, bevor sie in den Ofen kommen.

 

Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Teigstücke mit dem Eiweiß (Eiweiß mit etwas Wasser verrührt) bestreichen. Dann nach Wahl mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreuen.

 

Die Mohnstangen 25 Minuten bei 180 °C goldbraun backen.

 

Die Mohnstangen auf einen Küchengitter auskühlen lassen. Puderzucker mit dem Wasser und Zitronensaft zu einen Dicklichem Brei verrühren. Die Mohnstangen damit bestreichen oder beträufeln, wie man es gerne hat.

 

Kathrin: Am besten schmecken die Mohnstangen am nächsten Tag, wenn sie etwas Zeit zum durchziehen hatten.

 

Viel Spaß beim ausprobieren.

 

 

 

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Und so geht es.....

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Kommentare: 1
  • #1

    Ju (Donnerstag, 25 Juli 2013 09:25)

    Die sehen super lecker aus...